Systemische Perspektiven

Systemische Sichtweisen sind im Coaching und in Veränderungsprozessen außerordentlich wirkungsrelevant, da sie sich vom kausalistischem Denken, also der Vorstellung reiner Ursache-Wirkungs-Beziehungen verabschieden. Deshalb sind die Kategorien von Problemfocussierung und Schuldzuweisung bei systemischen Perspektiven nicht von Interesse. Vielmehr wird nach Wechselwirkungen zwischen den Elementen sozialer Systeme, sei es nun in einer Familie, in Teams, der Firma oder einer Organisation, Ausschau gehalten. Dies entspricht der Überzeugung und Erfahrung, dass Konflikte in sozialen Systemen nicht im Menschen, sondern zwischen ihnen entstehen. Sie werden bestimmt durch das "Wie" des Miteinanders bzw. durch die Art und Weise der Interaktion und Kommunikation, ihrer Regeln und Muster. Der Focus im systemisch ausgerichteten Coaching wird entsprechend auf das Zusammenwirken "aller" bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Symptomen und Konflikten gerichtet. Bei der Suche nach neuen Handlungsmöglichkeiten zeigt sich, dass bereits kleine Veränderungen  in Systemen zuweilen große Wirkungen ntfalten können.

Bei der Betrachtung von Verhaltensweisen- und Mustern, die als störend erlebt werden, wird immer die Perspektive auf den gesamten Kontext des situativen Auftretens ausgeweitet. Dies können in den Arbeitszusammenhängen die beruflichen Aufgaben und Rollenanforderungen im Betrieb oder in der hierarchischen Verankerung innerhalb der Organisation sein. Die Aufmerksamkeit wird gleichfalls auf die Vernetzung von Klientinnen und Klienten in ihren privaten Lebens-bezügen gerichtet.

Wenn etwas trotz vieler Anstrengungen

nicht gut genug funktioniert und passt - dann höre damit auf und versuche etwas anderes!

Steve de Shazer